Chronik

Familie Berg & Markus

Friedhofstraße 17

Paul Berg
Isaak Markus
Martha Berg (geb. Markus)
Bertha Speyer (geb. Markus)
Hanna-Lore Karoline Berg

   zurück

Paul Berg wurde am 8. November 1892 in Essen geboren. Er war kaufmännischer Angestellter.

In Folge einer Verletzung im 1. Weltkrieg war Paul Berg Invalide und hatte nur ein sehr geringes Einkommen. Die Kosten seines Haushalt übernahm zum größten Teil sein Schwiegervater Isaak Markus.
In Langen heiratete er am 4. November 1930 Martha Markus. Die Familie wohnte gemeinsam mit Marthas Vater Isaak Markus in der Friedhofstraße 17 in Langen.

Martha Markus wurde am 1.1.1894 in Messel als Tochter des Kaufmanns Isaak Markus geboren. Die Mutter Kathinka Markus, geb. Mannheimer, starb 1901.Der Vater heiratete ein 2. Mal. Als auch die Stiefmutter erkrankte, führte Martha den Haushalt der Eltern weiter. Nach dem Tod der Stiefmutter im Jahre 1928 führte Martha den Haushalt des Vaters. 

Am 26. 08. 1931 wurde die Tochter Hanna-Lore Karoline in Langen geboren.

Im Zusammenhang mit dem November-Pogrom 1938 wurde die Wohnung von Martha und Paul Berg in Langen komplett zerstört und geplündert. Daraufhin entschloss sich die Familie, nach Frankfurt zu ziehen. Am 14.11.1938 meldeten sie  sich nach Frankfurt/M in die Ingolstädter Str. 9 ab. Die letzte Frankfurter Adresse war Fichtestraße 8.

Von Mitte 1939 bis mindestens August 1940 lag Paul (Israel) Berg im Rothschild`schen Krankenhaus am Röderbergweg.

 Auf Grund der Sicherungsanordnung vom 13. August 1940 durfte die Familie von ihren Ersparnissen nur noch über 200 RM monatlich verfügen.

[Die Sicherungsanordnung (§ 37a des Devisengesetzes vom 1.12.1936) konnten Zollfahnder bei Verdacht einer geplanten Auswanderung erlassen. Die Betroffenen konnten nun nicht mehr frei über ihr Vermögen verfügen. Ab 1939 wurden die Vermögen von Juden „automatisch gesichert“.]